Birne · Pyrus communis
Tafelobst Dörrobst Brennobst
#BergischenLand
Synonyme: Beste Birne, Kaiserbirne, Saurüssel, Straßburger Bestebirne, Würzburger Zitronenbirne
Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek
Zur Baumeigenschaft der Zitronenbirne liegt in den auffindbaren Quellen praktisch nichts Belastbares vor. Belegt ist lediglich der Hinweis eines Baumschulangebots, dass die Sorte häufig als Hochstamm auf Streuobstwiesen gepflanzt werde und als robust gelte — eine Werbeaussage ohne pomologische Grundlage, die als Pflanz- oder Pflegehinweis nicht tragfähig ist. Die in obstdoc geführte Angabe „stark wüchsig" ließ sich in keiner der geprüften Quellen bestätigen.
Zu Geschmack und Verwendung nennt dieselbe (kommerzielle) Quelle eine süß-säuerliche, würzige, saftige und schmelzende Frucht, die als Tafel-, Koch- und Dörrbirne verwendet werde, mit Erntereife bis etwa Mitte September und Genussreife etwa Mitte bis Ende August; die beiden Zeitangaben widersprechen sich dort, weshalb sie nur mit Vorbehalt zu lesen sind. Eine unabhängige Bestätigung dieser Reife- und Verwendungsangaben — auch der in obstdoc geführten Eignung als Brennobst — fehlt. Unter dem Namen Zitronenbirne wird in Vorarlberg zudem eine gerbstoffreiche Mostbirne geführt, die für den Frischverzehr nicht taugt und vor allem zu Brand verarbeitet wird; ob es sich dabei um dieselbe Sorte handelt, ist nach den vorliegenden Quellen offen.
Eine pomologische Fruchtbeschreibung (Form, Farbe, Berostung, Kelch, Stiel, Fleisch) konnte für diese Sorte nicht belegt werden. Der Name ist mehrdeutig: Als Synonyme werden im Handel Kaiserbirne, Beste Birne, Saurüssel, Straßburger Bestebirne und Würzburger Zitronenbirne genannt, außerdem ein Sortenalter „von 1650", das der Datierung in obstdoc entspricht, sonst aber unbelegt bleibt. Die Obstsortendatenbank des BUND Lemgo führt ein Sortenblatt „Zitronenbirne" mit Verweis auf eine historische Beschreibung bei J. V. Sickler, „Der teutsche Obstgärtner"; der Volltext ist dort jedoch nicht abrufbar. Zu unterscheiden ist die Sorte von der bei Sickler ebenfalls geführten „Grossen Sommerzitronenbirne", die einen anderen Namen trägt. Die in obstdoc vermerkte Herkunft „Bergische Lokalsorte" fand in keiner der gefundenen Quellen eine Stütze. Grundlage dieses Textes sind das Sortenblatt der BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank sowie, ausdrücklich als unsicher gekennzeichnet, Angaben eines Baumschulangebots.
Quellen: Zitronenbirne – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank · Zitronenbirne, Birne Hochstamm – MeinObst (geringe Verlässlichkeit) · Birnenbrand Zitronengelbe – Zitronenbirne (pfiffiges.at) (geringe Verlässlichkeit) · Zitronenbirne – LiKK e.V. · Zitronenbirne – Kiefer Obstwelt (geringe Verlässlichkeit) · Pomologen-Verein – Sorten-Datenblatt (PDF, Shop)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-27). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Ist wohl eine Lokalsorte des Rheinisch-Bergischen-Kreises im #BergischenLand. Siehe Bergische Lokalsorten.
Blühte empfindlich gegen Nässe und Frost. Feine Birne für die Verwertung in Brennerei und zum Dörren, auch als Streuobstbaum geeignet
| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| 103 | iF1sb9H | Streuobstplantage Gartenfeld | 2024 | Karte | |
| 468 | 64GyBpK | Streuobstplantage Rommelshard | J08 | 2025 | Karte |
Keine zusätzlichen OSM-Bäume dieser Sorte im Suchradius.