obstdoc / Wilde Eierbirne
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Wilde Eierbirne

Birne · Pyrus communis

Seit
1854
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
aufstrebend
Ernte
Anfang September – Mitte September (09A-09C)
Blüte
mittelspät
Wikidata
Q131192000

Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst

#Birnenverfall#gesund#reichtragend#robust

Synonyme: Fischäckerin, Hosenbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die 'Wilde Eierbirne' ist eine Mostbirne mit kräftigem, aufstrebendem Wuchs: Der Baum wächst nach dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt stark und aufstrebend, weil sich die Äste zwar willig, aber steil verzweigen; die Wikipedia beschreibt daraus resultierend mittelgroße Bäume mit kugelförmiger Krone und steil aufragenden Ästen, der Sortensteckbrief der Beratungskräfte Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (BOGL) ebenso einen mittelgroßen Baum mit gleichmäßiger, kugeliger Krone und steil hochgehenden Ästen. Die Gesundheit gilt übereinstimmend als guter Punkt der Sorte: Das Laub ist sehr gesund und durch seine ungewöhnlich dunkelgrüne Farbe auffällig; die Sorte wird als robust, wenig krankheitsanfällig und wenig anspruchsvoll gegenüber Boden und Klima beschrieben. Angaben zu einzelnen Krankheiten (Schorf, Feuerbrand, Krebs) und zu Höhenlagen oder Lebensdauer finden sich in den greifbaren Quellen nicht. Der Ertrag setzt früh ein und fällt hoch aus, allerdings büschelig, was zulasten der Fruchtgröße geht. Zur Blütezeit weichen die Quellen leicht ab: Das Erhalternetzwerk nennt eine mittelspäte Blüte mit acht Einzelblüten je Knospe, die Wikipedia eine mittelfrühe Blüte; Angaben zu Befruchtersorten liegen nicht vor. Für Streuobstwiese und extensiven Anbau wird die Sorte wegen ihrer hohen Vitalität und Gesundheit als hervorragend geeignet eingestuft; früher wurden aus ihren Kernen auch Sämlingsunterlagen gezogen, was der Autor des Sortenporträts mit durchweg positivem Ergebnis wiederholt hat.

Geschmacklich ist die 'Wilde Eierbirne' keine Tafelfrucht, sondern eine Most- und Saftbirne. Das Fruchtfleisch ist grobzellig, sehr saftig und gerbstoffhaltig, wobei die Gerbstoffe mit zunehmender Reife abnehmen; der Geschmack wird als leicht würzig und etwas zusammenziehend beschrieben, das Mostgewicht mit bis zu 70 Oechsle. Verwendet wird sie zu Most, Saft und Obstbrand; das Erhalternetzwerk hält sie ausdrücklich auch für Gegenden interessant, die bisher keine Obstbrandkultur haben, dort zur Saftherstellung. Auch die Pflückreife wird unterschiedlich angegeben: Anfang bis Mitte September erntereif mit dem Hinweis, die Früchte dann bald zu verarbeiten (Erhalternetzwerk), beziehungsweise Reife Ende September bis Anfang Oktober (BOGL); eine längere Lagerfähigkeit ist damit nicht gegeben, belastbare Lagerangaben fehlen. Die in Sortenlisten genannte Nutzung als Dörrobst ist in den hier geprüften Quellen nicht belegt.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß und eiförmig, zu beiden Enden fast gleichmäßig verjüngt, weshalb sie nicht steht, im Querschnitt etwas kantig; der Stiel wird bis 3 cm lang und 2–3 mm dick, am Ansatz grün, dann braun, oft leicht gebogen. Der Kelchbereich läuft fast spitz aus, der Kelch selbst ist sehr groß, weit offen und meist verkümmert, um ihn liegt meist schuppiger Rost. Die Schale ist beulig, anfangs grün und nach Gelb aufhellend, die Deckfarbe nur angedeutet orangerot, ein schuppiges Rostnetz macht sie etwas rau (BOGL: gelblich, sonnenseits rötlich-braun, kelchseits fast ganzflächig berostet). Verwechslungsgefahr besteht mit 'Woltmanns Eierbirne', die eine sehr ähnliche Fruchtform hat, etwas früher reift und keine Gerbstoffe aufweist. Die genaue Herkunft ist unbekannt (vermutlich Zufallssämling); die Erstbeschreibung erfolgte 1854 durch Eduard Lucas in "Die Kernobstsorten Württembergs", Einzug in das Illustrierte Handbuch der Obstkunde fand die Sorte jedoch nie. Verbreitet ist sie vor allem in Baden-Württemberg, dort besonders im Stuttgarter Raum, heute noch in Altbeständen, aber nicht mehr häufig; sie gilt als stark gefährdet, wird in Sammlungen erhalten und war 2008 Streuobstsorte des Jahres in Baden-Württemberg. Als Synonyme werden Fischäckerin und Hosenbirne geführt. Weitere Literatur: Bach/Klein (1906), Die empfehlenswertesten Obstsorten für das Großherzogtum Baden, S. 72; W. Hartmann (2019), Farbatlas Alte Obstsorten, 6. Aufl., S. 300. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt von Jan Bade (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt / Pomologen-Verein), dem BOGL-Steckbrief und der Wikipedia.

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Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-28). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#robust #gesund #reichtragend

In der Literatur

Resistenz bzw. Toleranz gegen #Birnenverfall, gute Fruchtqualität.

Erstmals beschrieben wurde die Sorte 1854 von Eduard Lucas. Ihre genaue Herkunft ist unbekannt, jedoch ist sie in Süddeutschland stark verbreitet. Bekannt ist die Sor- te auch unter den Namen Fischäckerin oder Hosenbirne und häufig im Raum Stuttgart zu finden. Die Bäume haben eine sehr schöne, gleichmäßig kugelförmige Krone, sind sehr gesund und anpassungsfähig an Boden und Klima und wenig feuerbrandanfällig.

Die Sorte ist sehr fruchtbar und kommt früh in den Ertrag. Die Früchte sind gut zum Mosten geeignet und liefern außerdem ein herausragendes Destillat.

Alles in allem eine sehr empfehlenswerte Sorte für den landschaftsprägenden Streuobstanbau - auch in Höhenlagen.

Gesunder Baum, wenig feuerbrandanfällig, gute Dörr- und Mostbirne aus Württemberg

Die Wilde Eierbirne hat einen hohen Zuckergehalt und wird vorwiegend als Dörr- und Mostbirne verwendet.

Weblinks

Auch bei: Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
466 YArMHZb Streuobstplantage Rommelshard H08 2025 Karte

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12561073142 Wilde Eierbirne Pyrus communis 48.72320, 9.14047

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