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The Czar

Pflaume · Prunus domestica

Herkunft
Sawbridgeworth, England
Seit
1874
Ernte
Ende Juli – Mitte August (07E-08C)
Wikidata
Q116780191

Tafelobst Wirtschaftsobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum von 'The Czar' bleibt nach Angaben des norwegischen NIBIO-Sortenarchivs klein und wächst zunächst steil aufrecht mit engen Astwinkeln, was die Kronenerziehung erschwert; später sprizt die Krone auseinander und wird eher unregelmäßig. Das Fruchtholz kann nach einigen Ertragsjahren stehenbleiben, Buketttriebe sterben ab und die Äste verkahlen, weshalb NIBIO ausdrücklich auf regelmäßige Erneuerung des Triebwerks (Verjüngungsschnitt) hinweist – die Äste werden nicht alt, die Sorte ist also pflegebedürftig und ihre Fruchtholzbasis nicht dauerhaft. Als besondere Stärke gilt in der englischen Literatur die Anpassungsfähigkeit an kühle und ungünstige Bedingungen: Die Sorte gedeiht auch in kühleren Lagen, trägt selbst bei Halbschatten oder auf armen Böden noch befriedigend, und die Blüte hat eine gewisse Widerstandskraft gegen Spätfröste (gardenfocused.co.uk, Gardening Know How). Sie ist vollständig selbstfruchtbar und trägt auch als Einzelbaum regelmäßig reich; die RHS hat ihr seit 1993 wiederholt das Award of Garden Merit zugesprochen. Dass die Sorte im kühlen Klima verlässlich trägt, belegt ihre norwegische Geschichte: Sie war dort zeitweise die wichtigste Frühsorte und stellte um 1950 nahezu ein Zehntel aller Pflaumenbäume des Landes (NIBIO). Zur Krankheitsanfälligkeit gibt es kaum fachliche Primärangaben; im deutschen Baumschulhandel wird sie durchweg als gering scharkaanfällig geführt, was hier nur als Handelsangabe gelten kann. Angaben zu Blühzeitpunkt (Befruchtergruppe), Lebensdauer und ausdrücklicher Hochstamm-/Streuobsteignung fehlen in den ausgewerteten Quellen; ein Nachweis als Streuobstbaum liegt lediglich indirekt vor, da der BUND Lemgo Baum-, Blüten- und Fruchtfotos aus eigenen Streuobstwiesen zeigt.

Geschmacklich beurteilen die Quellen die Frucht unterschiedlich: In England gilt 'The Czar' vor allem als Kochpflaume; am Baum vollreif geworden sei sie durchaus essbar, gehöre aber nicht zu den besten Tafelsorten (gardenfocused.co.uk, Gardening Know How). NIBIO bewertet sie günstiger und nennt sie eine gute Tafelfrucht, die sich außerdem gut zum Einkochen und Konservieren eigne. Das goldgelbe Fleisch ist saftig, im deutschen Handel wird der Geschmack als süßsäuerlich bis saftig-süß mit schwach würzigem Aroma beschrieben, die Verwendung vor allem für Kuchen, Mus und Kompott. Der kleine Stein löst sich leicht, was die Küchenverwendung erleichtert. Die Reife liegt früh: in Deutschland im August, in Norwegen Ende August, etwa eine Woche nach 'Early Prolific' und eine Woche vor 'Oullins Reneklode' (NIBIO). Zur Lagerfähigkeit liegen keine belastbaren Angaben vor; die Früchte werden lediglich als gut transportfähig bezeichnet.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, ovalrund und als Halbzwetschge angesprochen, schwarzblau bis violett und hell bläulich bereift, das Fleisch goldgelb; die Blüte ist weiß. Die Sorte entstand bei der Baumschule Th. Rivers in Sawbridgeworth (England); der Mutterbaum trug nach NIBIO erstmals 1871 Früchte, es handelt sich vermutlich um eine Kreuzung von 'Prince Engelbert' × 'Early Prolific'. Früchte des noch unbenannten Sämlings gingen im August 1874 an Robert Hogg, der ihn nach dem in jenem Jahr England besuchenden Zaren Alexander II. benannte. Der Name erscheint in mehreren Schreibweisen ('The Czar', 'Czar', 'Zar', 'Tsar'); eigentliche Synonyme sind nach NIBIO nicht bekannt. Die Sorte verbreitete sich weit über England hinaus, kam um 1900 zur dänischen Baumschule Mathiesen und 1913 nach Norwegen. Historische Beschreibungen finden sich nach der BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank in „Deutschlands Obstsorten", bei Gustav Schaal, in „Deutsche Obstsorten" sowie in den „Nederlandsche Fruitsorten". Die Darstellung beruht überwiegend auf dem Sortenarchiv des NIBIO (Norwegen), auf gardenfocused.co.uk und Gardening Know How sowie – für Frucht- und Handelsangaben – auf der BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank und deutschen Baumschulkatalogen.

Quellen: The Czar – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank · Alle Sorten – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank (Index) · Czar – NIBIO, Kulturplanter i Norge / Fruktsortar plomme · Detailed information about Czar plum tree – GardenFocused (UK) · Czar Plum Tree Care – Growing Czar Plums – Gardening Know How · Prunus domestica 'Czar' – Plantinor (geringe Verlässlichkeit) · Pflaume 'The Czar' – NaturaDB · Pflaume 'The Czar' – Baumschule Horstmann (geringe Verlässlichkeit) · Pflaume 'The Czar' – fryd.app Lexikon (geringe Verlässlichkeit) · Pflaumenbaum, Pflaume/Halbzwetschge 'The Czar' – alte-obstsorten-online.de (geringe Verlässlichkeit) · Zwerg-Pflaumenbaum 'The Czar' – alte-obstsorten-online.de (geringe Verlässlichkeit) · Blommesorter – pomologi plum (Universität Kopenhagen, frugt.science.ku.dk)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-27). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
486 knBFB1o Streuobstplantage Rommelshard H05 2025 Karte

Weitere OSM-Bäume 1

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13280136506 The Czar Prunus domestica 49.78493, 9.99220

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