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Schick's Rheinischer Landapfel

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Mechernich-Lückerath (Kreis Euskirchen)
Seit
1832
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
breit ausladend
Gefährdung
stark gefährdet
Ernte
Anfang Oktober – Mitte Oktober (10A-10C)
Blüte
eher spät
Genussreife
1. Oktober – 31. Januar (10A-01E)
Wikidata
Q140700918

Wirtschaftsobst Mostobst

#langlebig#regenerationsfähig#vital

Synonyme: Landapfel, Rheinischer Landapfel, Schick Johannes

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum von Schick's Rheinischem Landapfel wächst stark und gesund und bildet meist große, breit ausladende Kronen mit schräg bis flach verzweigenden Leitästen; die Kronen können ein hohes Alter erreichen, und auffallend ist, dass selbst uralte Baumriesen mit Astbruchschäden sich teils wieder mit jungem Holz erneuern. Das Laub ist auffallend groß, dunkelgrün und glänzend, die Jahrestriebe sind kräftig, erdbraun-rot, mit zahlreichen, wenig auffallenden Lentizellen und deutlich befilzt. Die Sorte ist frosthart und robust gegen Schorf und Mehltau; eine Anfälligkeit für Obstbaumkrebs auf schweren oder staunassen Böden scheint der Wüchsigkeit und dem gesunden Habitus kaum etwas anzuhaben. An Boden und Klima stellt der Baum wenig Ansprüche. Die Blüte setzt eher spät ein; als triploide Sorte ist Schick's Rheinischer Landapfel kein guter Pollenspender für andere Apfelsorten, benötigt also selbst geeignete Befruchter in der Nachbarschaft. In der Jugend kommt die Sorte mittelspät in den Ertrag; bei alten Bäumen liegt der Ertrag im Schnitt der Jahre mittelhoch und alterniert nur wenig. Mit Wuchseigenschaften und Fruchtqualität ist die Sorte eine typische Streuobstsorte für die Obstwiese und wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen; für Haus- und Kleingarten werden heute meist aromatischere Sorten bevorzugt.

Geschmacklich hat die Frucht kein ausgeprägtes Aroma, ist nur leicht aromatisch, aber mit angenehmem Zucker-Säure-Verhältnis; der Saftgehalt ist mittel, das Fruchtfleisch fest und wird bei Lagerung mürbe. Verwendet wird die Sorte vor allem als Wirtschafts- und Mostapfel (die Kreisfachberatung Bamberg bezeichnet sie darüber hinaus als guten Tafel- und Wirtschaftsapfel, Geschmack saftig und wenig gewürzt). Die Pflückreife liegt etwa Anfang bis Mitte Oktober (der Bergische Streuobstwiesenverein gibt 25.09.–08.10. an), genussreif bleiben die Früchte nach Bannier bis etwa Januar; die Lagerangaben schwanken zwischen etwa zwei Monaten (BSOWV) und einer Genussreife von November bis Februar (Bamberg). Die Schale fettet bei Lagerung deutlich, die Früchte sind druckempfindlich, faulen an Druckstellen jedoch nicht und werden nach längerer Lagerung weich.

Pomologisch ist die Frucht groß, unregelmäßig kantig, wobei einzelne Kanten stärker hervortreten; die Grundfarbe ist bei Pflückreife weißlich grün, bei Genussreife weißlich gelb, die Früchte sind überwiegend grundfarbig ohne ausgeprägte Deckfarbe. Die Schale ist glatt und mattglänzend, die Kelchblätter buschig hochstehend, zusammenständig, mittellang und spitz, die Stielgrube eng bis mittelweit und mitteltief, der Stiel kurz und dünn (variabel auch sehr kurz und knopfartig-fleischig) und ragt nicht aus der Stielgrube heraus; das Fruchtfleisch ist grünlich-gelblich-weiß und fein- bis mittelfeinzellig. Die Sorte entstand vermutlich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts oder früher; ihr Name geht wahrscheinlich auf den Baumzüchter Johannes Schick aus Mechernich-Lückerath (Kreis Euskirchen) zurück, wobei unklar bleibt, ob er sie selbst aus Samen zog. Erstmals beschrieb sie der Pomologe Diel 1832 nach Früchten, die er von J. P. Commans aus Köln erhielt, der die Sorte im Raum Bonn und Köln als stark verbreitet meldete. Um Mechernich und Bad Münstereifel gehörte sie einst zu den vorherrschenden Apfelsorten, verbreitet war sie auch in den Kreisen Düren und Ahrweiler sowie im Rhein-Sieg-Kreis (Siebengebirge); örtliche Namen sind "Schick Johannes", "Landapfel" und "Rheinischer Landapfel". Heute gilt sie als stark gefährdete Regionalsorte, die in diesen Regionen noch gelegentlich in Streuobstbeständen anzutreffen ist; Veredlungsreiser waren über den Reisermuttergarten Bonn erhältlich. Als Verwechslersorten nennt Bannier u. a. Großherzog Friedrich von Baden, Deans Küchenapfel (Holsteiner Zitronenapfel), Uhlhorns Augustkalvill, Apfel aus Grünheide, Filippa, Antonovka, Lord Suffield und Weißer Winterkalvill. Die Beschreibung beruht überwiegend auf dem Sortenporträt von Hans-Joachim Bannier (obstsortenerhalt.de, 2015) sowie auf den Kurzbeschreibungen des Bergischen Streuobstwiesenvereins (ebenfalls Bannier) und der Kreisfachberatung Bamberg.

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Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-28). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#regenerationsfähig #langlebig #vital

Sehr großer, säuerlicher Tafelapfel.

In der Literatur

Der Baum des Schick’s Rheinischen Landapfels wächst stark und gesund. Auffallend ist, dass selbst uralte Baumriesen mit Astbruchschäden sich teils wieder mit jungem Holz erneuern.

Der Baum des Schick’s Rheinischen Landapfels wächst stark und gesund und bildet meist große, breit ausladende Kronen, die ein hohes Alter erreichen können, mit schräg bis flach verzweigenden Leitästen.

Die Sorte ist frosthart und robust gegen Schorf und Mehltau. Ihre Anfälligkeit für Krebs auf schweren oder staunassen Böden scheint der Wüchsigkeit und dem gesunden Habitus der Sorte kaum etwas anzuhaben; der Baum stellt wenig Ansprüche an Boden und Klima.

Wächst robust und gesund mit geringer Anfälligkeit für Schorf und Mehltau, breitkronig, mittelgroße, gelbliche, etwas druckempfindliche Frucht, gut verwendbar in der Küche oder für Versaftung.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
464 QW2yj0R Streuobstplantage Rommelshard F08 2025 Karte

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