obstdoc / Oberösterreichische Weinbirne
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Oberösterreichische Weinbirne

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Kärnten, Österreich
Seit
1888
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
pyramidal, später hochkugelig
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Oktober – Mitte November (10A-11C)
Wikidata
Q18411962

Mostobst Dörrobst Brennobst Stammbildner

#Stammbildner

Synonyme: Kärntner Speckbirne, Speckbirne, Steierische Weinbirne, Zitronengelbe Mostbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Oberösterreichische Weinbirne (in der Literatur meist „Oberösterreicher Weinbirne") bildet große, starkwüchsige Bäume; in der Jugend wächst sie pyramidal, später hochkugelig mit kräftigen, steil aufrecht wachsenden Ästen, die viel kurzes Fruchtholz ansetzen. Abgesehen von einer Schwäche ist sie ausgesprochen gesund und wird als robust und langlebig beschrieben – diese Schwäche ist allerdings gravierend: Die Sorte gilt als sehr stark feuerbrandanfällig und wird in Feuerbrandgebieten nicht mehr zur Pflanzung empfohlen; auch der Rückgang der Altbäume in Österreich und Süddeutschland wird darauf zurückgeführt. In feuerbrandfreien bzw. -armen Gebieten dagegen gilt sie als gesunde, langlebige Mostbirne. An Lage, Boden und Klima stellt sie geringe Ansprüche, hat keine besonderen Wärmeansprüche und kommt auch mit ärmeren Böden zurecht, die aber weder zu nass noch zu trocken sein sollten; der Anbau wird bis in Gebirgslagen um 900 m empfohlen. Die Blüte erscheint mittelfrüh (etwa acht Einzelblüten je Knospe); die Sorte ist diploid, gilt aber als schlechter Pollenspender, und die Blüte reagiert empfindlich auf schlechtes Blühwetter. Zum Ertrag gehen die Angaben auseinander: Die Beschreibung von Jan Bade beim Bergischen Streuobstwiesenverein nennt einen mittelfrüh einsetzenden, später hohen Ertrag, der jedoch durch Holz- und Blütenfrostempfindlichkeit bzw. Spätfröste in kühleren Lagen stark schwanken kann, während die auf Hartmann zurückgehende Linie (ProSpecieRara, KOB Bavendorf, Netzwerk Streuobst Filderstadt, Wikipedia) den Ertrag an vielen Standorten und in vielen Jahren als unbefriedigend einstuft. Einig sind sich die Quellen in der Eignung für den Streuobst- bzw. Hochstammbau, wo die Sorte landschaftsprägend wirkt. Eine Verwendung als Stammbildner ist in den gefundenen Quellen nicht belegt.

Geschmacklich ist es eine typische, herbe Mostbirne mit hohem Zucker- und Gerbstoffgehalt (Angaben bis etwa 75 °Oechsle), süßherb und weinig; als Tafelobst ist sie nicht gedacht, das Fleisch ist adstringierend, verbräunt schnell und wird beim Überreifen teigig. Verwendet wird sie für Most und Birnenbrand, hartreif auch als Saftbeimischung zu Apfelsaft sowie als Dörrbirne. Die Pflückreife wird überwiegend auf Mitte Oktober gelegt (Bade nennt für die Ernte Ende September bis Anfang Oktober), die Genuss- bzw. Verarbeitungsreife auf Anfang November; im Naturlager hält sie etwa sechs Wochen bzw. ist bis Mitte November zu verarbeiten. Bade weist darauf hin, dass die Sorte über süddeutsche Streuobst-Empfehlungslisten seit etwa 25 Jahren auch in Norddeutschland in Ausgleichspflanzungen gelangt ist, wo mit den Früchten wegen der fehlenden Mostkultur oft nichts angefangen wird.

Zur Frucht: kreiselförmig, teils bis birnenförmig und leicht eingeschnürt, im Querschnitt schwachkantig; Grundfarbe grün, zur Reife nach grüngelb bis zitronengelb aufhellend, ohne Deckfarbe, mit auffällig vielen Lentizellen und kaum Berostung. Der Stiel ist lang (bis 3,5 cm), im Ansatz grünlich, zum Ende hin braun; die Kelchgrube ist flach bis mitteltief, mittelweit, etwas gerippt und leicht rostgesprenkelt, der Kelch groß und offen mit sternförmig aufliegenden Blättern; die Kerne sind häufig schlecht ausgebildet. Die Fruchtgröße wird unterschiedlich angegeben: Bade beschreibt kleine bis mittelgroße Früchte, die Hartmann-Linie und ProSpecieRara sprechen von großfrüchtig. Als Verwechsler nennt Bade die Luxemburger Mostbirne (mehr Gerbsäure, kein grüner Stiel, oft roter Hof um die Lentizellen) und die Große Rommelter (flacher gebaut, etwas mehr Gerbsäure). Die Sorte stammt aus Kärnten und wurde 1888 auf der Reichsobstausstellung in Österreich erstmals vorgestellt und danach stark vermehrt; namentlich erwähnt wurde sie bereits 1885 bei Schleicher, die wahrscheinliche Erstbeschreibung lieferte Löschnig 1913. Als Synonyme werden Speckbirne (nach Bade der Originalname in Österreich), Steierische Weinbirne sowie Kärntner Speckbirne und Zitronengelbe Mostbirne geführt. Verbreitet ist sie in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz; im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt gilt sie als „stark gefährdet". Literatur: Löschnig 1913 (Die Mostbirnen, Nr. 67), Handlechner/Schmidthaler 2007, Bernkopf 2012 (Von Rosenäpfeln und Landlbirnen), Hartmann, Farbatlas Alte Obstsorten. – Die Beschreibung folgt vor allem Jan Bade (obstsortenerhalt.de und Bergischer Streuobstwiesenverein) sowie den auf W. Hartmann beruhenden Angaben von ProSpecieRara, KOB Bavendorf und BOGL-BW.

[!! KEINE QUELLEN — die Beschreibung erschiene unbelegt. Quellen unten von Hand nachtragen (eine je Zeile, Format: URL | Titel | art/verlässlichkeit) oder nicht freigeben.]

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#Stammbildner

Eine süßsäuerlich schmeckende Birne. Ihr hohe Zucker- und Gerbstoffgehalt prägen die halbschmelzende Frucht.

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
140 btgLbxD Streuobstplantage Spechtsberg D04 2025 Karte

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