Birne · Pyrus communis
Tafelobst Wirtschaftsobst Dörrobst Brennobst
#Birnenverfall#gesund#starkwüchsig
Synonyme: Gsälzbirne, Hutzelbirne, Neelchesbirne, Nägelchesbirne, Nägelsbirne, Nélchesbir, Olivenbirne
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Der Baum der Nägilschen Birne (Nägelesbirne/Nägelchesbirne) wird groß und langlebig: das Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt beschreibt „große, eichenartige Bäume mit kräftigem Astwerk". Das Laub ist dunkel gefärbt und durchweg gesund; konkrete Angaben zu Anfälligkeiten für Schorf, Birnengitterrost oder Feuerbrand liegen in den ausgewerteten Quellen nicht vor. Die Standortansprüche sind gering, die Sorte gedeiht auch noch gut in höheren Mittelgebirgslagen wie Eifel und Ardennen. Sie gilt als Hochstammsorte für den extensiven Streuobstanbau; dass in der größten Streuobstwiese Luxemburgs (Bongert Altenhoven in Bettembourg) noch über 100 Altbäume dieser Sorte stehen und sie dort teilweise bestandsbildend ist, spricht für Robustheit und hohe Lebensdauer. Zu Blütezeit, Befruchtungsverhältnissen sowie zum Ertragsverhalten (Ertragseintritt, Regelmäßigkeit/Alternanz) sind in den geprüften Quellen keine Angaben belegt – die in obstdoc geführte mittelfrühe Blüte und die starke Wüchsigkeit lassen sich mit den vorliegenden Texten nur für die Wüchsigkeit stützen.
Geschmacklich ist das Fruchtfleisch gelblichweiß, mäßig saftig und relativ gerbstoffarm; das Aroma erinnert an die Williams Christbirne. Die Sorte ist in erster Linie eine Brennbirne: sortenreine Brände gelten in der Region Trier/Luxemburg als regionale Spezialität und werden dort noch von einigen Brennereien erzeugt, wobei ein „Neelchesbirnenbrand" als mindestens gleichwertig mit einem Williams-Brand eingeschätzt wird. Hartmann (2019) beschreibt sie zudem als typische Dörrbirne, die auch für Kompott verwendet werden kann; historisch wurde sie 1874 von Arnold als Branntweinbirne und als eine der sechs wichtigsten Mostbirnen der Trierer Region hervorgehoben. Die Reifezeit liegt Anfang bis Mitte September – sie zählt zu den am frühesten reifenden Mostbirnen. Die Früchte sind nur kurz lagerfähig, im baumreifen Zustand innen meist schon teigig und müssen nach der Ernte zügig verarbeitet werden; das Fruchtfleisch bräunt schnell. Eine Nutzung als Tafelobst wird in den fachlichen Quellen nicht betont.
Die Frucht wiegt 60–90 g und ist damit mittelgroß für eine Mostbirne, hochgebaut, teilweise zum Stiel hin einziehend, im Querschnitt rund bis leicht dreikantig. Die Grundfarbe ist grünlichgelb, in der Reife teils olivfarben, die trüb braunrote Deckfarbe wird von Berostung meist überdeckt; die zahlreichen Schalenpunkte treten besonders in der Rostkappe des Stielbereichs als graue Punkte oder Sternchen hervor. Charakteristisch sind die stets vorhandene große oliv- bis zimtfarbene Rostkappe im Kelchbereich und die weit ausgedehnte Berostung um den kräftigen, geraden, wie eingesteckt wirkenden und an der Basis oft fleischig verdickten Stiel; die Kelchgrube ist sehr flach oder fehlt, der Kelch mittelgroß und offen, die Kerne sehr groß (ca. 11 : 4 mm) und häufig schlecht ausgebildet. Die Herkunft ist unbekannt; erstmals erwähnt wurde die Sorte wohl 1854 durch Lucas (nach Hartmann 2019). Als Synonyme sind Neelchesbirne und Nélchesbir in der Region Trier/Luxemburg sowie Gsälzbirne, Hutzelbirne und Olivenbirne in Süddeutschland überliefert. Verbreitungsschwerpunkte sind Luxemburg (dort fast eine „Nationalfrucht"), die Südeifel sowie in geringerem Maß Saargau und westliches Saarland; auch in Teilen Süddeutschlands soll sie noch häufiger vorkommen. Literatur: Hartmann (2019); Aendekerk, Bannier, Bauer, Bosch, Dahlem & Thiel (2016): Äpfel und Birnen aus Luxemburg. Beschreibung nach dem Sortenporträt von Richard Dahlem (obstsortenerhalt.de).
Quellen: Nägelesbirne – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Sehr starkwüchsig, robust, ertragreich, wenig feuerbrandanfällig, hervorragende Brenn- und Dörrbirne, weit verbreitet im Raum Trier (Neelchesbirne), in der West- und Nordpfalz (Krepp-/Streitbirne).
Resistenz bzw. Toleranz gegen #Birnenverfall. Gesunder starker Wuchs. Gute Fruchtqualitat.
Baum: Großer, rundkroniger Wuchs. Fällt im Sommer durch sehr gesundes, dunkelgrünes Laub auf und im Herbst durch schöne Blattfärbung. Starke Äste mit kräftigem Fruchtholz. Jahrestriebe olivebraun mit zahlreichen Lentizellen und großen Knospen. Kommt früh in Ertrag, hohe und regelmäßige Ernte. Sehr wüchsige, gesunde Sorte für alle Lagen. Geringe bis mittlere Anfälligkeit für Feuerbrand.
Besondere Merkmale: Große olivefarbene Frucht, die wenig herb ist und schnell teigig wird. Schöner Wuchs und gesundes Laub.
| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| 456 | GXuO5mz | Streuobstplantage Rommelshard | H09 | 2025 | Karte |
| 436 | s0EiNii | Streuobstplantage Spechtsberg | K07 | 2025 | Karte |
Keine zusätzlichen OSM-Bäume dieser Sorte im Suchradius.