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Kuhfuß

Birne · Pyrus communis

Herkunft
um Hannover
Seit
1852
Wüchsigkeit
sehr stark
Ernte
Ende August – Mitte September (08E-09C)
Blüte
mittelspät
Genussreife
Anfang September – Ende September (09A-09E)
Wikidata
Q140700904

Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst

#langlebig#starkwüchsig

Synonyme: Westfälische Glockenbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Kuhfuß (Synonym Westfälische Glockenbirne) bildet außergewöhnlich große Bäume: die Sorte ist triploid und sehr starkwüchsig, alte Exemplare können nach dem Sortenporträt von Jens Meyer (obstsortenerhalt.de) „eichenartige Ausmaße“ annehmen; entsprechend wird für Streuobstpflanzungen ein Standabstand von etwa 12 m empfohlen. Als landschaftsprägender Hochstamm ist sie damit gut geeignet, für kleine Gärten nicht. Der Bergische Streuobstwiesenverein (Sortenbeschreibung nach Jan Bade) bezeichnet sie als sehr robust, ohne besondere Wärmeansprüche, und empfiehlt den Anbau bis in Mittelgebirgslagen um 350 m; bevorzugt werden warme und feuchte Böden. Die Blüte ist mittelspät. Der Ertrag setzt spät ein, ist dann aber hoch und regelmäßig; Altbäume liefern große Fruchtmengen. Konkrete Angaben zur Anfälligkeit für Schorf, Krebs oder Feuerbrand fehlen in den vorliegenden Quellen (das Anfälligkeits-Feld beim BSOWV ist leer); zur Befruchtung und Pollenspende liegen ebenfalls keine belegten Angaben vor – bei triploiden Sorten ist der Pollen erfahrungsgemäß von geringem Wert, was hier aber nicht ausdrücklich belegt ist.

Es handelt sich um eine reine Wirtschaftsbirne. Der Geschmack wird als saftig und fest, süß mit sehr geringer Säure und zimtartig gewürzt beschrieben (BSOWV) bzw. als süß und leicht würzig (obstsortenerhalt.de). Ihre Stärke liegt im Dörren: getrocknet entwickelt sich ein feines Vanillearoma, weshalb sie als sehr gute Dörrbirne gilt; daneben werden Saft und Einkochen genannt. Das Fleisch wird nicht schmelzend, sondern bleibt fest, wird speckig und dann schnell teigig – die Früchte sind nicht lagerfähig und zum Sofortverbrauch bestimmt. Die Reifezeit wird mit Ende August bis Mitte September (obstsortenerhalt.de) bzw. Baumreife Mitte September und Genussreife September (BSOWV) angegeben. Wichtig für die Praxis: die Früchte kommen in kurzer Zeit herunter und sind als Fallobst bereits „Mulsch“; zur Verwertung müssen sie gepflückt werden.

Pomologisch ist die Frucht mittelgroß bis groß, kugelig bis kreiselförmig und zum Stiel hin typisch schnell verjüngt und eingezogen; der dünne, lange Stiel sitzt wie eingesteckt oder in einer kleinen Grube. Die flache Kelchgrube trägt meist einen leichten Rostklecks, der Kelch ist offen mit sternförmig aufliegenden, oft abgebrochenen Blättchen. Die Schale ist in der Reife gelblich, gelegentlich mit schmutzig-rötlicher Deckfarbe; das Fleisch ist feinzellig. Verwechslungsmöglichkeit besteht mit dem Großen Französischen Katzenkopf, der jedoch deutlich später als Winterbirne reift. Zur Herkunft: Oberdieck gibt in der Erstbeschreibung von 1852 an, dass die Sorte um Hannover sehr häufig war; ob sie von dort stammt, ist unbekannt, deutscher Ursprung wird angenommen, da sie in frühen französischen und belgischen Pomologien fehlt. Verbreitet war sie um Hannover, Hildesheim, Göttingen und Kassel, nach Lauche auch in Hessen, der Prignitz und der Uckermark, ebenso stark in Westfalen; in Mecklenburg wurden in den letzten Jahren zahlreiche Bäume gefunden. Heute findet man sie meist als sehr alte Einzelbäume in Nord- und Mitteldeutschland; sie wird als stark gefährdet eingestuft und ist in der NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten. Literatur: Oberdieck 1852 (S. 368), Illustrirtes Handbuch der Obstkunde Bd. 2 Nr. 105 (1860), Lauche, Deutsche Pomologie – Birnen Bd. 1 Nr. 35 (1882), Deutschlands Obstsorten Lieferung 6 Nr. 66. – Beschreibung nach dem Sortenporträt von Jens Meyer (obstsortenerhalt.de) und der Birnenbeschreibung von Jan Bade beim Bergischen Streuobstwiesenverein.

Quellen: Kuhfuß (Westfälische Glockenbirne) – Bergischer Streuobstwiesenverein · Kuhfuß · BirnenSorte Kuhfuß – NABU Templin · Sortenschaugarten / Baumpatenschaft – NABU Templin · Birnbaum Kuhfuß – biobaumversand.de (geringe Verlässlichkeit) · Pyrus communis 'Westfälische Glockenbirne' / Kuhfuß – Baumschule Newgarden (geringe Verlässlichkeit) · Birnen – Oberlausitz-Stiftung · Deutsche Genbank Obst – Anhang 1: Gesamtsortenliste (PDF) · Birne, Birnensorte Kuhfuß – quagga-illustrations.de (Bildarchiv) (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#starkwüchsig #langlebig

Die Triploide Sorte ist sehr starkwüchsig, alte Bäume können Eichenartige Ausmaße annehmen. Großer Französischer Katzenkopf ist ähnlich, er reift aber deutlich später und ist eine Winterbirne. Für Streuobstwiesen gut geeignet, es sollte aber ein Baumabstand von 12m eingehalten werden. Reine Kochbirne, große schöne Bäume

In der Literatur

Bildet sehr großkronige alte Bäume, großfrüchtig, ertragreich, gute Koch- und Dörrbirne, in der Pfalz lokal als Rosenwasserbirne bekannt.

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
455 y2WYzos Streuobstplantage Rommelshard F09 2025 Karte

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