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Gute Graue

Birne · Pyrus communis

Seit
1685
Wüchsigkeit
sehr stark
Wuchsform
buschig
Gefährdung
Standardsorte
Ernte
Ende August – Anfang September (08E-09A)
Blüte
mittelspät bis spät
Genussreife
Anfang September – Mitte September (09A-09C)
Wikidata
Q431935

Tafelobst Wirtschaftsobst Dörrobst Brennobst

#Stammbildner#anspruchslos#gesund#inZukunftNichtMehrPflanzen#langlebig#starkwüchsig

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Gute Graue bildet einen sehr starkwüchsigen Baum, der auf Sämlingsunterlage eine sehr große, breite und hohe Krone entwickelt und ungewöhnlich alt werden kann; sie ist damit eine Sorte für größere Gärten, Streuobstwiesen und Hochstammpflanzungen, nicht für den Kleingarten (Wikipedia; Bergischer Streuobstwiesenverein/Jan Bade). Der Wuchs ist büschelig-buschig, weshalb ohne Fruchtausdünnung leicht Kleinfrüchtigkeit auftritt. An Standort und Klima stellt sie geringe Ansprüche: sie gedeiht auf nahezu allen Böden, solange diese nicht zu trocken sind, hat keine besonderen Wärmeansprüche und wird auch für höhere Lagen bzw. Gebirgslagen über 350 m empfohlen; entsprechend gilt sie besonders im nördlichen und kühleren Deutschland als bewährt. Der Ertrag setzt spät ein – nach Jan Bade nicht vor dem 10. Standjahr –, erreicht dann aber ein hohes Niveau (Massenträger); bei zu starkem Behang erschöpft sich der Baum und neigt in den Folgejahren zur Alternanz. Zur Gesundheit sind die Angaben zweigeteilt: die Sorte wird allgemein als robust und widerstandsfähig beschrieben und ist nur gering schorfanfällig, doch nennt Wikipedia (nach Biologischer Station Bonn und Arche Noah) eine starke Anfälligkeit für Birnengitterrost und eine mittlere für Feuerbrand; der Bergische Streuobstwiesenverein weist zudem darauf hin, dass die Gute Graue in den letzten Jahren stark von Fruchtmonilia befallen wird, was ganze Ernten vernichten kann. Zur Blütezeit widersprechen sich die Quellen: Jan Bade führt sie als mittelspät bis spät, Wikipedia als früh und etwas witterungsempfindlich. Als Pollenspender ist sie unsicher – Arche Noah stuft sie als triploid und damit unbrauchbar ein, Votteler und Mühl dagegen als guten Pollenspender; als Befruchter werden u. a. Clapps Liebling, Gellerts Butterbirne, Gräfin von Paris, Gute Luise, Madame Verté, Esperens Bergamotte und Boscs Flaschenbirne genannt.

Geschmacklich gilt die Gute Graue als edle Sommertafelbirne: das Fleisch ist saftig und schmelzend, der Geschmack kräftig harmonisch süßsäuerlich und edelaromatisch, mit zimtartiger Würze; überreif wird sie teigig. Verwendet wird sie vor allem frisch als Tafelbirne, außerdem für Konserven und zum Einkochen, als Dörrbirne sowie hartreif zur Saftverarbeitung. Geerntet werden soll kurz vor der Baumreife – bis dahin bleiben die Früchte windfest –, die Baumreife liegt nach Jan Bade Anfang September, die Genuss- und Verbrauchsreife Anfang bis Mitte September. Lagerfähig ist die Sorte praktisch nicht; sie ist zum Sofortverbrauch bestimmt (verschiedene Angaben nennen nur etwa eine bis zwei Wochen Haltbarkeit). Abweichend datiert das Sortenporträt auf obstsortenerhalt.de die Pflückreife auf Mitte September und die Genussreife auf Ende September bis Mitte Oktober – dieser Unterschied ist ungeklärt.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, regelmäßig und leicht dickbäuchig gebaut, mit rauher, stark berosteter Schale, die zur Vollreife grau-bronzefarben ausfärbt und sonnenseits einen orange-roten Hauch zeigen kann; charakteristisch ist nach obstsortenerhalt.de der große, offene Kelch mit sternförmig aufliegenden Kelchblättern, wodurch sie sich von anderen stark berosteten Sorten wie Gellerts Butterbirne oder Graf Moltke auch in der Form unterscheidet. Die Gute Graue ist eine der ältesten noch bekannten Birnensorten; ihre genaue Herkunft ist unbekannt, frühere Autoren nahmen die Normandie an, erstmals erwähnt wird eine „Beurré Gris“ 1628 bei Le Lectier, bei La Quintinye hieß sie schlicht „Le Beurre“. Vor 1675 war sie bekannt, ab dem 18. Jahrhundert kam sie aus Frankreich als Beurré gris nach Deutschland und war im 17. bis 19. Jahrhundert eine weit verbreitete Standardsorte; in Norddeutschland ist der Name Beurré Gris (regional „Beregris“) noch gebräuchlich. Weitere Synonyme sind Graue Sommerbutterbirne, Graubirne, Grisbirne, Schöne Gabriele, Sommer-Ambrette und Isambert. Sie ist in der Vorschlagsliste alter Streuobstsorten für Nordrhein-Westfalen enthalten. Historische Beschreibungen und Abbildungen finden sich u. a. im Illustrierten Handbuch der Obstkunde (Lucas/Oberdieck), in Lauches Deutscher Pomologie (1882/83), bei Goethe/Degenkolb/Mertens (1894) und in Deutschlands Obstsorten (Zusammenstellung der BUND-Lemgo-Datenbank); moderne Angaben bei Votteler, Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten, und Mühl, Alte und neue Birnensorten. Grundlage dieser Beschreibung sind vor allem das Sortenporträt von Jan Bade (Bergischer Streuobstwiesenverein bzw. obstsortenerhalt.de) und der Wikipedia-Artikel mit seinen Belegen.

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Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Wird standardmäßig als #Stammbildner verwendet. #langlebig #anspruchslos #gesund #starkwüchsig

#inZukunftNichtMehrPflanzen sagt Jan Bade.

In der Literatur

Starkwüchsig, robust, Wird sehr alt. Neigung zu Alternanz.

Ernte Ende August bis Mitte September. Nur zwei Wochen lagerbar.

Große Bäume, Ertrag spät beginnend

Schon vor 1700 in Frankreich entstanden. Die Frucht ist klein, kegel- bis birnförmig. Die Farbe der Schale ist grüngelb, durch Rostüberzug meist nur wenig sichtbar, sonnenseits leicht braunrot, sehr große, auffällige, graue Lentizellen. Das Fruchtfleisch ist bei Reife weiß bis gelblich-weiß, schmelzend mit hervorragendem süßlichem, würzigem Geschmack, saftig. Reift Ende August bis mit September, ca. Woche haltbar. Für Frischverzehr, auch vorzügliche Dörr- und Einmachbirne. Anspruchslose Sommerbirne mit hohem Ertrag. Der Baum ist mittelstarkwachsend und in alten Bauerngärten anzutreffen. Die Sorte gilt als frosthart und ist gegen Krankheiten und Schädlinge widerstandsfähig.

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Essbarer Naturpark — Sortenporträts · Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
459 YAv6Dm9 Streuobstplantage Rommelshard K09 2025 Karte
065 pZNIxIS Streuobstplantage Spechtsberg J07 2025 Karte

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OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13280136511 Gute Graue Pyrus communis 49.78495, 9.99244

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