obstdoc / Gräfin von Paris
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Gräfin von Paris

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Dreux, westlich von Paris, Frankreich
Seit
1898
Wüchsigkeit
mittel
Ernte
Ende Oktober (10E)
Blüte
früh bis mittelfrüh
Genussreife
Anfang Dezember – Ende Februar (12A-02E)
Wikidata
Q2991069

Tafelobst

#ZukunftsSorte#gesund

Synonyme: Comtesse de Paris

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum der 'Gräfin von Paris' wächst nach dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt (Jens Meyer, 2024) mittelstark, verzweigt sich eher schlecht und kommt früh in den Ertrag, der dann ziemlich regelmäßig ausfällt; der Pomologe Jan Bade beschreibt den Ertrag ebenfalls als früh einsetzend, hoch und regelmäßig. Entscheidend für die Sorte ist der Standort: Bade nennt sehr warme Lagen mit nährstoffreichem, ausreichend feuchtem Boden als Voraussetzung und weist darauf hin, dass sie bei entsprechend warmem Klima auch in mittleren Höhenlagen überraschend gute Fruchtqualitäten bringen kann, insgesamt aber hohe Standortansprüche stellt. Das Erhalternetzwerk formuliert dieselbe Einschränkung von der anderen Seite: auf kälteren Standorten reift die Frucht nicht aus; für Mecklenburg wird der Anbau nur auf eher sandigen, leichteren Böden empfohlen, auf Lehmböden reife sie dort in der Regel nicht aus. Das Sortenporträt des Essbaren Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft nennt entsprechend durchlässigen, nährstoffreichen, mäßig feuchten Boden, mildes Klima und windgeschützte Lage und hält kalte sowie sehr nasse Lagen für ungeeignet. Zur Gesundheit stimmen die Quellen überein: kaum bzw. nur gering schorfanfällig, außerdem wenig anfällig für Birnengitterrost und Sonnenbrand; wegen dieser allgemein guten Gesundheit gilt die Sorte laut Erhalternetzwerk sowohl für Streuobst als auch für die häusliche Verwertung als gut geeignet, und sie steht nach Bade in der Vorschlagsliste für alte Streuobstsorten in Nordrhein-Westfalen. Die Blüte ist früh bis mittelfrüh (Erhalternetzwerk: 9 Blüten pro Blütenstand); der Essbare Naturpark bezeichnet sie als sehr früh und etwas frostempfindlich. Zu Endgröße, Lebensdauer, Feuerbrand- und Krebsanfälligkeit sowie zu geeigneten Befruchtersorten fanden sich in den fachlichen Quellen keine belastbaren Angaben.

Geschmack und Verwendung: Es handelt sich um eine Winterbirne. Pflückreife ist Ende Oktober, die Genussreife liegt zwischen Dezember und Februar; das Fleisch ist an warmen Standorten halbschmelzend bis schmelzend, an kalten eher rübig, vorwiegend süß und ohne besonderes Aroma (Erhalternetzwerk). Bade wertet sie als späte Tafelbirne mit interessantem Geschmack, nennt aber die von Jahr zu Jahr wechselnde Fruchtqualität als Nachteil; bei starkem Behang empfiehlt er Ausdünnen, und weil die Früchte bis zur späten Ernte windfest bleiben, sollte man sie möglichst spät pflücken, um das volle Aroma zu erreichen. Die Lagerdauer hängt stark von Standort und Jahr ab: auf warmen Lagen hält sie kaum bis Weihnachten, in kühleren Lagen und Jahren kann sie bis Februar liegen, ohne recht reif zu werden (Erhalternetzwerk); Wikipedia gibt eine Haltbarkeit im Keller bis Januar, gelegentlich bis März an. Als Winterlagerbirne wird sie vor allem für die Selbstversorgung empfohlen; Angaben zu Most, Dörren oder Brennen liegen nicht vor.

Frucht und Herkunft (kurz): Die Frucht ist länglich-eiförmig, zum Stiel meist leicht eingezogen, mit dünnem, etwa 20 mm langem, aufsitzendem und typisch mit hellen Lentizellen besetztem Stiel; die Kelchgrube trägt einen charakteristischen Rostklecks, von dem sich Netzrost über die Frucht ziehen kann, die Kelchblätter liegen sternförmig auf. Grundfarbe grünlich bis hellgelb mit vielen feinen Lentizellen, Schale dick und hart, eine schwache hellorange Deckfarbe ist möglich; Kernhaus klein, Achse geschlossen (Erhalternetzwerk). Als Verwechslersorte gilt die Pastorenbirne, die länger ist, einen deutlich längeren, durch einen Wulst zur Seite gedrängten Stiel hat und weniger berostet ist. Synonym: Comtesse de Paris. Zur Herkunft weichen die Quellen ab: Das Erhalternetzwerk nennt eine Erstbeschreibung 1898 in der Revue Horticole mit dem Gärtner W. Fourcine aus Dreux westlich von Paris als Züchter und 1913 die erste deutsche Beschreibung in der Deutschen Obstbauzeitung, wo ein Berichterstatter bereits seit 1896 Früchte erntete; Wikipedia datiert die Züchtung durch William Fourcine auf 1884 und eine erste französische Beschreibung auf 1889 (die dortige Ortsangabe „Dreux im Loiretal“ ist geographisch fraglich). Spätestens ab den 1930er Jahren fehlte die Sorte in kaum einem Baumschulkatalog und wurde zur Standardsorte, was sie bis heute geblieben ist. Literatur nach dem Erhalternetzwerk u. a. Bellair 1898 (Revue Horticole), Schlösser 1913 (Deutsche Obstbauzeitung), „Deutschlands Obstsorten“ Lieferung 18 Nr. 216, Krümmel/Groh/Friedrich „Deutsche Obstsorten – Birnen“ sowie Petzold, Birnensorten (1982), S. 156.

[!! KEINE QUELLEN — die Beschreibung erschiene unbelegt. Quellen unten von Hand nachtragen (eine je Zeile, Format: URL | Titel | art/verlässlichkeit) oder nicht freigeben.]

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#gesund

gering bis mittelstark anfällig gegen Gitterrost. Guter und relativ früher Ertrag. Winterbirne. Funktioniert, schmeckt. Lagerfähig. Von Jan Bade zum weiteren Anbau empfohlen. "Bessere Rübe." #ZukunftsSorte

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Essbarer Naturpark — Sortenporträts · Wikipedia (de)

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10858750855 Gräfin von Paris Pyrus communis 51.14969, 10.00996
4299026028 Gräfin von Paris 49.13699, 8.61017

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