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Gewürzluiken

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Nordwürttemberg
Seit
1885
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
dicht verzweigt
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Genussreife
1. November – 31. März (11A-03E)
Wikidata
Q1521061

Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst Brennobst

#Apfel#langlebig

Synonyme: Gewürzluikenapfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum des Gewürzluiken wächst nach der Kurzbeschreibung des Bergischen Streuobstwiesenvereins (nach H.-J. Bannier) stark, im Alter dann mittelstark; er neigt zu dichter Verzweigung und sollte deshalb regelmäßig ausgelichtet werden, sonst verdichtet sich die Krone. Gesundheitlich gilt er als nur gering anfällig für Schorf, Krebs und Mehltau, die entscheidende Schwäche liegt beim Holz: Der Baum ist holzfrostempfindlich. Daraus folgen die Standortansprüche, die alle Quellen betonen — die Sorte gehört in wärmere Lagen; in kalten Lagen reifen die Früchte meist nicht aus, färben nicht durch und schmecken grasig. Als günstig gelten warme Standorte mit guten, kräftigen Böden, am besten Weinbergsböden; bei zu kaltem oder zu regenreichem Standort bleibt der Geschmack grasig. In geschützter Lage soll die Sorte auch in mittleren Höhenlagen zurechtkommen, für hohen Ertrag wird ein guter, nährstoffreicher Boden empfohlen (t-online, journalistische Darstellung, weniger belastbar). Als Anbaueignung werden Streuobstwiese und Garten genannt; der Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW führt Gewürzluiken als empfohlene Streuobst-Anbausorte. Angaben zu Blütezeit, Befruchtereignung, Ertragsrhythmus (regelmäßig oder alternierend) und Lebensdauer sind in den ausgewerteten fachlichen Quellen nicht oder nur beiläufig belegt (langlebig nur bei t-online) und bleiben daher offen; die in Baumschulshops genannten Befruchtersorten sind nicht pomologisch belegt.

Geschmacklich ist Gewürzluiken ein säuerlich-würziger, erfrischender Apfel: Das Fleisch ist weiß bis grünlich-weiß, sehr saftig, der Geschmack säuerlich mit leicht würzigem Aroma, teils als süß-säuerlich mit ausgeprägtem Duft beschrieben. Im Pomologen-Verein-Jahresheft 2020 wird der Unterschied zur Alten Luike gerade im Charakter festgemacht: Die Typen der Alten Luike seien säuerlich und süß-weinig, die Gewürzluike dagegen angenehm „tafelapfelwürzig“ — dort wird auch klargestellt, dass Gewürzluike als Baum keine Luike ist und nur der Name die Verbindung herstellt. Verwendet wird die Sorte als Tafelapfel und als Wirtschaftsapfel, insbesondere zur Mostherstellung, außerdem zum Saften und Brennen; sie taugt für Rezepte, die säuerliche Äpfel verlangen. Pflückreif ist sie etwa Mitte bis Ende Oktober (Erntezeitpunkt 15.10.–30.10.), genussreif von November bis März, also gut lagerfähig; auf dem Lager zeigt sie eine gewisse Anfälligkeit für Schalenbräune.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, gleichmäßig breitrund bis kugelig, teils etwas unregelmäßig oder kegelförmig mit ausgeprägten Kanten. Die Grundfarbe ist gelbgrün, später gelb, die Deckfarbe kräftig karminrot bis dunkelrot, gesprenkelt oder marmoriert und mit braunroten Streifen; die Frucht ist damit auffallend stark gefärbt. Zur Herkunft besteht Einigkeit: Gewürzluiken ist ein Zufallssämling, vermutlich aus Nordwürttemberg, der etwa seit 1885 von dort aus verbreitet wurde und neben dem Luikenapfel — mit dem er häufig verwechselt wird — zu den am häufigsten gepflanzten Sorten Württembergs wurde; sie ist bis heute eine in Baden-Württemberg weit verbreitete Streuobstsorte, überwiegend für den lokalen Markt und den Eigenbedarf. Eine abweichende Angabe (Entstehung um 1900, Name nach einem Weinbauern Luik aus Esslingen) findet sich nur auf einer Verkaufsseite und ist nicht durch Fachliteratur gedeckt. Als Literatur wird bei Wikipedia Franz Mühl, „Alte und neue Apfelsorten“ (2001), genannt. Diese Darstellung beruht vor allem auf der Kurzbeschreibung nach H.-J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein), dem Luiken-Beitrag im Jahresheft 2020 des Pomologen-Vereins und der Wikipedia-Darstellung.

Quellen: Gewürzluiken – Bergischer Streuobstwiesenverein · Gewürzluiken – Wikipedia · Der Luikenapfel – Auszug Jahresheft 2020 Pomologen-Verein (PDF, Hochstamm Deutschland) · Gewürzluikenapfel: Der Winterapfel im Portrait – Plantura · Gewürzluiken: Eigenschaften des beliebten Tafelapfels – t-online (geringe Verlässlichkeit) · Gewürzluiken – BOGL Baden-Württemberg · Gewürzluiken – Lehrgarten OGV Leutenbach · Obstmuttergarten Rheinland – Sortiment Apfel · Apfel Gewürzluiken – gartencenter-shop24.de (geringe Verlässlichkeit) · Luiken und Gewürzluiken – Brennerei Dr. Frey (schnaps-net.de) (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-28). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
061 cksgSZc Streuobstplantage Spechtsberg I03 2024 Karte

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OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
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