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Gellerts Butterbirne

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Boulogne-sur-Mer, Frankreich
Seit
1820
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
hochpyramidal
Ernte
Anfang September – Ende September (09A-09E)
Genussreife
15. September – 31. Oktober (09C-10E)
Wikidata
Q1394952

Tafelobst Dörrobst

#Stammbildner#Unterlage#inZukunftNichtMehrPflanzen

Synonyme: Beurre Hardy

Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Gellerts Butterbirne bildet einen starkwüchsigen Baum, der sich schlecht verzweigt und eine hochpyramidale Krone aufbaut; als Hochstamm entwickelt er besonders in der Jugend rasch eine kräftige, ausladende Krone, die durch Erziehungsschnitt einen guten pyramidalen Aufbau braucht. Wegen dieser Starkwüchsigkeit ist die Sorte für den intensiven Anbau und für Wandspaliere ungeeignet, dagegen gut für Streuobstwiesen, größere Hausgärten und als Stammbildner verwendbar. Ansprüche an Wärme und Standort sind gering, der Anbau ist bis in Mittelgebirgslagen möglich; die Bäume können nach Angaben in der Literatur sehr alt werden (100 Jahre und mehr). Die Blüte erfolgt mittelfrüh bis mittelspät (etwa acht Blüten je Blütenstand); als Befruchtersorten werden ‚Clapps Liebling‘, ‚Gute Luise‘ und ‚Williams Christ‘ genannt. Zur Gesundheit ist die Einschätzung heute deutlich zurückhaltender als früher: Die vormals als robust geltende Sorte ist anfällig für Blatt- und Fruchtschorf, sehr anfällig für Sonnenbrand bzw. Blattverbrennungen und zunehmend für Fruchtmonilia, die in ungünstigen Jahren die ganze Ernte vernichten kann. Sowohl Jan Bade (Bergischer Streuobstwiesenverein) als auch das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt raten deshalb inzwischen von Neupflanzungen ab. Angaben zu Ertragsbeginn und Ertragsrhythmus (regelmäßig oder alternierend) sowie zu Feuerbrand und Krebs finden sich in den ausgewerteten Quellen nicht.

Die Frucht ist eine gute bis sehr gute Tafelbirne: Das Fleisch ist feinzellig, mittelfest, schmelzend und sehr saftig, harmonisch süßsäuerlich und charakteristisch gewürzt. Neben dem Frischverzehr eignet sie sich zum Einkochen, für Saft und als Dörrobst. Die Pflückreife liegt Mitte September, die Genussreife reicht von Mitte September bis in den Oktober; im Naturlager, bevorzugt im Freiluftlager, hält sie sich etwa zwei bis vier Wochen. Für längere Lagerung, etwa im Kühllager, ist sie nicht geeignet.

Pomologisch ist die Frucht etwas variabel, breit kreisel- bis breit kegelförmig, zum Stiel hin oft leicht eingeschnürt und gern mit einseitigem Rücken; die Stielgrube ist deutlich bis tief, der Stiel kräftig, 20–25 mm lang und am Ende keulig verdickt. Die Kelchgrube ist weit und meist tief, der Kelch offen mit typisch schmalen, sternförmig aufliegenden Kelchblättern. Die Schale ist feinrau und meist vollständig von grünlichgrauem, zur Reife zimtfarbigem Rost überzogen; das Kernhaus ist klein. Als Verwechslersorte gilt ‚Graf Moltke‘, die regelmäßiger gebaut ist und hochstehende, nie sternförmig ausgebreitete Kelchblätter hat. Die Sorte wurde um 1820 von M. Bonnet in Boulogne-sur-Mer (Frankreich) gezogen und von J.-L. Jamin unter dem Namen ‚Beurré Hardy‘ – nach dem damaligen Direktor des Jardin du Luxembourg – in den Handel gebracht; Oberdieck erhielt namenlose Reiser von van Mons und benannte die Sorte nach dem Dichter Gellert. Sie zählt in ganz Deutschland zu den häufigsten Birnen in Hausgärten wie auf Streuobstwiesen. Historische Beschreibungen liegen u. a. bei Oberdieck (1852), im Illustrirten Handbuch der Obstkunde (Bd. 5, Nr. 298), bei Willermoz (Pomologie de la France, 1863), in Deutschlands Obstsorten und bei Petzold (Birnensorten, 1982) vor. Die vorliegende Darstellung stützt sich vor allem auf die Sortenbeschreibung des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt (obstsortenerhalt.de), auf Jan Bades Birnensortenporträt beim Bergischen Streuobstwiesenverein sowie ergänzend auf Wikipedia und die Synonym-/Literaturangaben der BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank.

Quellen: Gellerts Butterbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein (Jan Bade, 75/80 Birnensorten A–Z) · Gellerts Butterbirne · Gellerts Butterbirne – Obstsortendatenbank BUND Lemgo (Sortenporträt) · Gellerts Butterbirne – Wikipedia · alte-obstsorten-online.de – Zwerg-Birnenbaum 'Gellerts Butterbirne' (geringe Verlässlichkeit) · plantura.garden – Gellerts Butterbirne: Befruchter, Geschmack & Ernte (geringe Verlässlichkeit)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-28). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#Stammbildner #Unterlage

gering bis mittelstark anfällig gegen Gitterrost Wenige mit in den Apfelsaft bringen viel Geschmack.

#inZukunftNichtMehrPflanzen sagt Jan Bade.

Bäume

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Essbarer Naturpark — Sortenporträts · Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 4

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
505 QWQ1C2a Streuobstplantage Spechtsberg B07 2026 Karte
219 gdub6 Karte
340 e754d 2025 Karte
342 cqp46 2025 Karte

Weitere OSM-Bäume 5

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
11835304858 Gellerts Butterbirne Pyrus communis 52.88939, 9.19517
12983920659 Gellerts Butterbirne Pyrus communis 49.77466, 9.99929
12983920660 Gellerts Butterbirne Pyrus communis 49.77455, 9.99982
13034283269 Gellerts Butterbirne Malus domestica 50.89627, 7.09908
4299026042 Gellerts Butterbirne 49.13721, 8.61006

OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.