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Conference

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Sawbridgeworth (Hertfordshire, England)
Seit
1885
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
pyramidal
Ernte
Mitte September – Anfang Oktober (09C-10A)
Blüte
mittelspät
Genussreife
Mitte September – Ende November (09C-11E)
Wikidata
Q747247

Tafelobst Wirtschaftsobst

#Stammbildner#Unterlage#inZukunftNichtMehrPflanzen#starkwüchsig

Synonyme: Konferenzbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum von 'Conference' wird in den Quellen unterschiedlich eingeschätzt: das Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt nennt einen mittelstarken, pyramidalen Wuchs, der Bergische Streuobstwiesenverein einen schwachen bis mittelstarken Wuchs (und entsprechend Eignung für Garten, Spalier, Hecke und Erwerbsobstbau), während die deutsche Wikipedia von starkem Wuchs spricht, der im Streuobstanbau zu einer typisch hohen, hochpyramidalen Krone führt; die im obstdoc-Datensatz eingetragene Einstufung "stark" deckt sich also nur mit der Wikipedia-Angabe. Da die Sorte mit der Quittenunterlage gut verträglich ist, wird sie häufig als Stammbildner für andere Birnensorten genutzt; die niederländische Sortenkunde von Lijsten/Beeftink beschreibt den Baum als gut und steil wachsend, für Buschform geeignet und sowohl auf Sämling als auch auf Quitte veredelbar. Zur Gesundheit ist 'Conference' anfällig für Schorf, besonders Triebschorf, und für Sonnenbrand; der Bergische Streuobstwiesenverein weist darauf hin, dass sich die Sonnenbrandschäden an den Blättern im Zuge der Klimaerwärmung verstärkt zeigen, die Wikipedia nennt bei zu starker Einstrahlung im Extremfall Blattfall. Beim Standort verlangt die Sorte fruchtbare, frische Böden und viel Wasser, trockene Lagen sind ungünstig, kalkreiche Böden führen zu Chlorosen; kühlere Temperaturen verträgt sie gut, weshalb sie an günstigen Standorten in Höhenlagen bis in Mittelgebirgslagen empfohlen wird (der Bergische Streuobstwiesenverein nennt im Text bis 500 m, in der Tabelle bis 350 m). Sie kommt früh in den Ertrag, der dann regelmäßig und sehr hoch ausfällt, weshalb Ausdünnen zur Verbesserung der Fruchtqualität empfohlen wird; die älteren niederländischen Angaben bestätigen früh einsetzende und regelmäßige Fruchtbarkeit. Bis zur Baumreife gelten die Früchte als windfest. Die Blütezeit wird als mittelfrüh (Erhalternetzwerk, Lijsten/Beeftink) bis mittelspät (BSOWV) angegeben; die Sorte ist diploid und ein guter Pollenspender. Vorteilhaft ist die Neigung, bei schlechter Bestäubung parthenokarpe Jungfernfrüchte zu bilden. Angaben zur Lebensdauer und zur Eignung als Straßenbaum fanden sich in den geprüften Quellen nicht; für Hausgarten und Streuobst wird sie ausdrücklich als geeignet bezeichnet.

Geschmacklich gilt 'Conference' als reine Tafelbirne: das Fleisch ist vollschmelzend und saftig, süß mit geringer Säure; der Bergische Streuobstwiesenverein beschreibt es als zuckermelonenartig und angenehm gewürzt und hebt hervor, dass die Frucht bereits im hartreifen Zustand gut schmeckt, während das Erhalternetzwerk das Fleisch als süß ohne besondere Würze charakterisiert. Die Pflückreife liegt Mitte September bis Anfang Oktober, die Genussreife im Oktober und November; bei einfacher Lagerung hält sich die Frucht ein bis zwei Monate, aus dem Kühllager bis weit ins Frühjahr. Sie zählt damit zu den wertvollen Tafelbirnen des Spätherbstes und wird in der Vorschlagsliste für alte Streuobstsorten in NRW geführt. Eine gesonderte Eignung für Most, Dörren oder Brennen wird in den Quellen nicht beschrieben; die im obstdoc-Datensatz vermerkte Verwendung als Wirtschaftsobst ist dort nicht belegt.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, birnen- bis flaschenförmig, variabel von lang bis kurz ausgezogen, um den Kelch bauchig und stielwärts zugespitzt, im Querschnitt rund und oft einseitig eingezogen (Wikipedia: 50–60 mm breit, 70–100 mm hoch, etwa 155–200 g). Die Grundfarbe ist grün und hellt weißlichgrün auf, eine Deckfarbe fehlt meist oder ist nur hellorange gehaucht; charakteristisch ist die fleckige, flächige oder netzartige Berostung, die je nach Witterung stark schwankt und in regenreichen Jahren die Frucht fast völlig überziehen kann. Der 15–20 mm lange Stiel geht in die Frucht über und wird häufig von einem kleinen Wulst zur Seite gedrängt; die Kelchgrube ist flach und mittelweit, meist mit Rostklecks, der Kelch halboffen mit verkümmerten Blättern. Als Verwechsler nennt das Erhalternetzwerk 'Condo', 'Concorde' und 'Abate Fetel' sowie weitere Abkömmlinge. Die Sorte stammt aus der Baumschule T. Rivers in Sawbridgeworth (Hertfordshire, England); sie wird als Sämling von 'Léon Leclerc de Laval' bzw. als Zufallssämling angegeben und ist nach der britischen Birnenkonferenz benannt – die Datierungen weichen ab (Erhalternetzwerk: Benennung nach der Konferenz 1885, Handel ab 1894; Wikipedia: Einführung 1895 durch Thomas Francis Rivers bei der National Pear Conference der Royal Horticultural Society in Chiswick). Ab Beginn des 20. Jahrhunderts verbreitete sie sich stark und ist heute die in Europa am häufigsten angebaute Birnensorte, auch in Hausgärten und im Streuobst regelmäßig zu finden; in der Züchtung wurde sie oft als Elter verwendet ('Concorde', 'Bristol Cross' u. a.). An Literatur führt das Erhalternetzwerk u. a. Bunyard (1920), Späth (1930), Zschokke, Schweizerisches Obstbilderwerk (1925), Krümmel/Groh/Friedrich, Deutsche Obstsorten – Birnen (1956–64) und Petzold, Birnensorten (1982) an; die BUND-Lemgo-Datenbank stellt unter "Konferenzbirne" historische Tafeln und Texte bereit. Beschreibung nach Jens Meyer (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt), Jan Bade (Bergischer Streuobstwiesenverein), Lijsten/Beeftink sowie ergänzend Wikipedia.

[!! KEINE QUELLEN — die Beschreibung erschiene unbelegt. Quellen unten von Hand nachtragen (eine je Zeile, Format: URL | Titel | art/verlässlichkeit) oder nicht freigeben.]

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#Stammbildner #starkwüchsig Wird als #Unterlage erwähnt.

#inZukunftNichtMehrPflanzen sagt Jan Bade. Kämpft heute mit Schorf und Triebschorf.

In der Literatur

Da sie auf Quittenunterlage gut verträglich ist, wird sie häufig als Stammbildner für andere Birnensorten verwendet. Der Baum zeigt einen starken Wuchs, der sich im Streuobstanbau zur typischen hohen (hochpyramidalen) Birnbaumform entwickelt. Die glänzenden Blätter haben eine charakteristische, graugrüne Färbung und sind länglich-oval und ganzrandig. Fruchtholz bildet sich sowohl an ein- als auch an mehrjährigen Kurztrieben, aber auch endständig an einjährigen Langtrieben.2(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Conference_(Birne)[#cite_note-Obstsorten_Atlas-2](/?tag=cite_note-Obstsorten_Atlas-2))

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein · Wikipedia (de)

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
221 6bfz8 Karte
222 pwx72 Karte

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