obstdoc / Champagner Bratbirne
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Champagner Bratbirne

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Stuttgart / Filderstadt (Württemberg), Deutschland
Seit
1802
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Ernte
Anfang Oktober (10A-10A)
Blüte
früh
Genussreife
Ende Oktober (10E)
Wikidata
Q140700888

Mostobst Brennobst

Synonyme: Brat Birne, Champagner Birne, Champagner Most Birne, Champagner Wein Birne, Deutsche Brat Birne, Echte Brat Birne, Glanzlaubige Bratbirne, Kopf Birne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Champagner Bratbirne bildet nach Angaben des Bergischen Streuobstwiesenvereins einen mittelstark bis stark, dabei aber langsam wachsenden Baum und ist für den Streuobstanbau (Hochstamm) geeignet. Sie stellt vergleichsweise hohe Standortansprüche: Sie gedeiht am besten in warmen Lagen, hat höhere Wärmeansprüche, verträgt keine Höhenlagen und bevorzugt einen feuchten, nährstoffreichen Boden. Gesundheitlich gilt sie als nicht schorfempfindlich, jedoch als anfällig für Feuerbrand und für Birnenverfall; die Anfälligkeit für Birnenverfall wird auch von FRUCTUS (Schweiz) ausdrücklich als Schwäche der Sorte genannt. Der Ertrag setzt früh ein. Zu Blühzeitpunkt, Befruchtungsverhältnissen, Ertragsregelmäßigkeit und Lebensdauer machen die eingesehenen Quellen keine Angaben – der Blühzeitpunkt ist beim Bergischen Streuobstwiesenverein ausdrücklich mit „?“ vermerkt, die in obstdoc geführte Angabe „früh“ ist damit hier nicht belegt.

Geschmacklich wird die Frucht als sehr süß, feinherb, weinig und würzig mit mittelhohem Gerbstoffgehalt beschrieben; sie ist eine typische Most-, Cidre- und Brennbirne und vor allem für die Schaumweinherstellung bekannt. FRUCTUS bescheinigt ihr sehr gute Schaumweine. Die Baumreife liegt Anfang Oktober, die Genuss- bzw. Verbrauchsreife Ende Oktober; im Naturlager hält die Frucht nur etwa zwei Wochen, weshalb eine möglichst sofortige Verarbeitung empfohlen wird – die Früchte werden schnell teigig. Nach Darstellung der baden-württembergischen Initiative „Schmeck den Süden“ hat der Schlater Gastwirt Jörg Geiger 1997 die Tradition des Birnenschaumweins aus dieser Sorte wieder aufgegriffen; die Sorte wird zudem von Slow Food Deutschland als Passagier der „Arche des Geschmacks“ geführt.

Pomologisch handelt es sich um eine mittelgroße, zuckerreiche Mostbirne; eine ausführliche Fruchtbeschreibung (Form, Farbe, Berostung, Kelch, Stiel, Fleisch) enthalten die frei zugänglichen Quellen nicht – das Sortenporträt von Jan Bade auf obstsortenerhalt.de ist nur für Mitglieder vollständig einsehbar. Die Sorte stammt aus dem Raum Stuttgart, wo sie um 1760 auf den Fildern bereits als kaum eßbare, für Most bestimmte Birne erwähnt wird; sie wurde von Herzog Karl Eugen von Württemberg verbreitet und ist seit 1802 urkundlich als „Champagner Weinbirne“ belegt. FRUCTUS nennt ebenfalls die Gegend um Stuttgart und die Zeit um 1760 als Ursprung und weist auf die zahlreichen Lokalnamen hin; in der BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank sind u. a. Brat Birne, Deutsche Brat Birne, Echte Brat Birne, Glanzlaubige Bratbirne, Kopf Birne, Champagner Birne, Champagner Most Birne und Champagner Wein Birne als Synonyme aufgeführt. Historische Literatur: Lucas/Oberdieck, Illustriertes Handbuch der Obstkunde (Nr. 218), Lucas' Abbildungen württembergischer Obstsorten sowie Abbildungen bei Langethal, Schaal, Pfau-Schellenberg und Stoll. Grundlage dieser Beschreibung sind vor allem das Sortenporträt von Jan Bade beim Bergischen Streuobstwiesenverein, der FRUCTUS-Steckbrief und die BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank.

Quellen: Champagner Bratbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Champagner Bratbirne – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank · Champagner Bratbirne – FRUCTUS · Champagner Bratbirne bzw. Birnenschaumwein – Schmeck den Süden (Baden-Württemberg) · Champagner Bratbirne – Slow Food Deutschland, Arche des Geschmacks · Birnenschaumwein aus der Obstsorte Champagner-Bratbirne – Slow Food Deutschland (Presidio) · Champagner Bratbirne (Baum 42) – Netzwerk Streuobst Filderstadt · Champagner Bratbirne – BOGL (geringe Verlässlichkeit) · champagner-bratbirne.de – Birnenverfall (geringe Verlässlichkeit) · Landratsamt Göppingen, Landwirtschaftsamt/Kreisobstbauberatung (PDF) · Birne 'Champagner Bratbirne' – Native Plants Pflanzenversand (geringe Verlässlichkeit) · Alte Obstsorten (2/6): Die Bratbirne – FRUCTUS/Schweizer Bauer (PDF)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-29). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Wuchs breitoval, etwas anfällig für Birnenverfall, wenig feuerbrandanfällig, wärmeliebend, berühmte württembergische Mostbirne, sehr gute Brennbirne, wurde bereits vor 1760 versektet (Name).

Weblinks

Auch bei: Bergischer Streuobstwiesenverein

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

Baumtreedoc-IDBongertPositionPflanzjahrKarte
153 hs2CQcT Streuobstplantage Spechtsberg E04 2025 Karte

Weitere OSM-Bäume 2

OSM-KnotenCultivar-TagArtKoordinaten
13158682842 Champagner Bratbirne Pyrus communis 49.77968, 10.02464
13158682847 Champagner Bratbirne Pyrus communis 49.77931, 10.02693

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