Apfel · Malus domestica
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Der Baum wächst gesund, wird eichengroß, bedarf fast keines Schnittes, ist recht fruchtbar und giebt ungemein große Erträge“ Die Sorte wächst sehr gesund und ist wenig anfällig für Schorf und Obstbaumkrebs.
Die Früchte des Gräling sind frisch vom Baum zwar auch als Tafelbirne zu genießen, aufgrund der sehr kurzen Haltbarkeit jedoch vor allem zur Verarbeitung zu Obstkraut, als Bratbirne oder zum Dörren verwendet worden. Sie werden Ende August / 09A geerntet und sollten direkt nach der Ernte verarbeitet werden.
Der Gräling, auch Grähling geschrieben oder Gräuling genannt, war einst im Bergischen weit verbreitet. Das markante Aussehen der grüngrauen kleinen Früchte und der mächtige Habitus dieser Bäume, die bis in die 1950er Jahre angepflanzt wurden, gelten als charakteristisch. Heute ist die Sorte nicht mehr im Handel erhältlich. Der bergische Pomologe Carl Hesselmann berichtete in seinem „Leitfaden zur Obstkultur“ (1880) über den Gräling, es handele sich um eine „Wirtschaftsfrucht, die sich vorzüglich über die Obstkrautfabrikation, zum Trocknen und Kochen eignet“, und wegen des starken Wuchses „die anbauwürdigste aller Birnsorten in geeignetem Boden an die Chausseen und Kommunalwege des Bergischen Landes“ darstellt. Die Frucht kann man frisch vom Baum auch roh genießen. Sie ist aber nicht lange haltbar und sollte gleich nach der Ernte verarbeitet werden. Daher wurde sie noch vor 100 Jahren mit weiteren Lokalsorten zum typischen Bergischen Birnenkraut eingekocht. Auch wurden die Birnen zu „Hutzeln“ getrocknet und im Winter in Milchsuppe aufgeweicht und verzehrt. (KStA)
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